The Swell Season alias Glen Hansard und Marketa Irglova müsste wohl relativ vielen bekannt sein. Seit dem das Dreamteam aus Once den Oscar für den Soundtrack zum Film bekamen bestreitet keiner die Genialität ihrer ersten Platte. Doch wie siehts jetzt aus?!
So wie eh und jeh, Glen spielt (ich hasse das Wort schrummeln, es passt bei ihm einfach nicht) alle seine Songs mit soviel Leidenschaft und Inbrunst das man nur eine Botschaft hört : Spiel was und wie du willst, ist egal, Hauptsache du machst die Musik zu einem Teil von dir und sei es auch nur für einen Viertelsekunde.
Genau das ist es: echt, er ist echt, sie ist echt und alles was sie machen ist echt.
Strict Joy ist sehr empfehlenswert, auch wenn es Once nicht ganz knackt, aber das muss es auch nicht. Unbedingt anhören: The Rain, High Horses
Naja, Burton gehört nicht gerade zum Independent-Genre und schon gar nicht "Alice im Wunderland", aber ich bin trotzdem ein bekennender Fan des Fantasten. Also habe ich mich gestern mit hohen Erwartungen ins Kino begeben, wahrscheinlich zu hoch. Ich denke ich muss die fantastische Geschichte der "kleinen" Alice nicht zusammenfassen.
Wie immer setzt Burton den Stoff sehr bildgewaltig um, ich beneide ihn um diese visionäre Kraft, aber trotzdem wirkt alles ein wenig überladen. Manchmal muss mann in dem ganzen Gewirr der 3D-Technik die Darsteller suchen und wenn man sie dann gefunden hat ist man bzw ich enttäuscht. Denn zwischen bekannten Schauspielgrößen wie Johnny Depp oder Helena Bonham Carter wikt die Hauptdarstellerin Mia Wasikowska ziemlich blass.
Insgesamt gesehen hätte ich etwas mehr Orginellität erwartet aber von der Idee einer Teeparty im Garten mit einer ewig langen Tafel voller Leckereien und Verrückten bin ich ziemlich angetan.
Wenn wir schon beim Thema sind, es gibt auch einen Film von Jan Svankmajer dazu, er ist Meister der surrealen Dinge und auch ein großes Vorbild für Burton. Sein Film ist allerdings sehr unbekannt und so gibt es auf Youtube leider nur Ausschnite zu sehen.
Goldene Palme für den Besten Film und die Darstellerin Björk, also somit Pflichtprogramm für mich.
In allem gibt dieser Film ein recht merkwürdiges Paket ab, ein Sozialdrama das immer wieder von einigen schrulligen Musicalszenen durchkreuzt wird. An diese gewöhnt man sich jedoch im Laufe der Zeit genauso wie an die experimentelle Musik von Björk und je länger man schaut desto harmonischer wird alles.
Es geht um Selma eine tschechische Einwanderin die in der USA versucht genügend Geld für eine lebenswichtige Operation ihres Sohnes zu sparen. Sie möchte ihn so, vor ihrem eigenen Schicksal bewahren: allmähliches Erblinden. Jedoch wir ihr erspartes Geld geklaut, daraufhin folgen eine Reihe Ereignisse die Selma in eine aussichtslose Situation führen.
Es ist ein tief berührender Film, der einen noch einige Zeit nachdenken lässt. Über das Leben und die schreckliche Ungerechtigkeit.
Wie ich es liebe mit Geburtstagsgeschenken (wirklich) überrascht zu werden. Genauso ist die Sophie bei mir auf den iPod gekommen. Sophie Hunger kommt aus der Schweiz und ihre Musik ist eine angenehm ungewöhnliche Mischung. Sie verwendet Instrumente wie Posaune oder Flöte, die sich wunderbar in ihre komplexen Songgebilde einfügen. Ihre Songs sprechen auf eine melancholische und zerbrechliche Art und Weise vom Leben. Wenn sie in ihrem Song Spiegelbild dann schweierdeutsch singt, kriegt man Gänsehaut. So sollte es sein! Sicherlich ist es nicht die eingängigste Musik,wenn sie ihren Sophie Hunger Blues singt, aber wie ich immer gern sag, Musik ist meistens dann am besten wenn sie sich erst nach mehrmaligem hören ganz enfaltet.
Nehmt euch die Zeit, es lohnt sich
Klingt wie ein idylischer Familienbetrieb in Neuengland ?! Nee, ist eine idylische Folkband aus England !!
Frisch verpackt, kommen sie auf den Ladentisch, gehen über die Theke und dann ab nach Hause auf den Plattenspieler. Aus den Boxen ertönt dann ein vulominöser Mix aus Westerngitarre, Kontrabass, Banjo und Klavier. Meiner Meinung nach, wenn man nach der Meinung eines 15-Jährigen gehen kann, ist diese Band mit ihren ruhigen aber auch schnellen Klängen eine kraftvolles Quartett, das es fertig bringt Indie und den alt eingesessenen Bluegrass zu verbinden. Sie zaubern eine Atmosphäre die einen in die Zeit des wilden Countrys versetzt und einen dazu anregt sämtliche Teile des Körpers zu bewegen. Wenn man diese Musik hört kann man nicht verhindern das sie Bilder vor dein inneres Auge wirft.
Vielleicht bei jedem etwas anderes, hörts euch an!!!
..wimmelt es nur so vor flauschigen, ungefährlichen, niedlichen Tierchen.
Ein warhaft vielversprechendes Trailerchen das ich da erst kürzlich entdeckt habe.
"Where the Wild Things are", stützt sich auf das gleichnamige Bilderbuch von Maurice Sendak und wurde 1964 veröffentlicht.
Um das Geschichtchen zusammenzufassen:
Der kleine Max flüchtet nach einem Streit mit seiner Mutter in eine Fantasiewelt , diese wird von den "Wilden Kerlen" bewohnt. Monster die sich durch Max' Wut zähmen lassen und ihn schließlich zum König krönen. Doch wie es halt so kommt überfällt ihn das Heimweh und er muss seine neu gewonnenen Freunde schweren Herzens verlassen.
Beachtlich hierbei ist, das der Regisseur aus sage und schreibe 333 Wörter einen 101 minütigen Film gezaubert hat, fraglich ist nun ob dies positiv ausfallen wird. Dessen bin ich mir natürlich sicher :-D und so bin ich überzeugt das er ein kleines Kunstwerk schaffen wird.
Um allein auf den Trailer zu schließen, denn das Vergnügen wird uns erst am 17. Dezember zu Teil, würde ich sagen das es ein durchaus ansprechender Film ist, der mich an das Gefühl von Freiheit und kindlicher Unbeschwertheit denken lässt.
Letztlich wird dieser Gänsehauteffekt auch noch durch den wunderbaren Titelsong "Wake up" von Arcade Fire unterstützt . Aber ich würde sagen überzeugen wir uns selbst und schmeißen uns in der Vorweihnachtszeit in einen gemütlich, flauschigen Kinosessel, obwohl Autokino nichtschlecht wäre..., und lassen die Bilder sprechen.